Freundschaftsanfragen

Verschoben von Facebook:

Ich dachte, das, was mir heute passiert ist, hätte ich mit den AOL-Chaträumen vor 20 Jahren hinter mir gelassen ….
Uffgebasst:

Da denkt Frau sich: Mal raus hier aus Facebook. Sich aus guten Gründen mal ne Weile aus dem Staub machen, dem Account den Rücken kehren und schauen, ob draußen nicht doch Interessanteres wartet.
Gesagt, getan.

Allerdings hat Frau sich einen Fake-Account gebastelt nebst dem völlig sinnbefreitem (wehe, jemand behauptet etwas anderes : Namen Bleu de Qu. Ich wollte einfach nicht auf meine Lieblingsseiten, die meine Informationsquellen sind und mich mit wichtigen Themen und Nachrichten versorgen, verzichten. Keine eigenen Postings dort gemacht. So weit, so gut. Alles fein. Täglich reingeschaut, gelesen, aber auch da juckte es mich immer mal wieder in den Fingern, Kommentare zu interessanten Beiträgen zu hinterlassen und ich hab dabei das ein oder andere Mal ganz schöne Schwelbrände gelegt. Musste sein. Dumpfbacken verdienen Störfeuer.

Heute nun machte ich eine Erfahrung, die ich glaubte, lang hinter mir gelassen zu haben.

Zunächst aber informierte mich Facebook, dass sie auf meinen Namen aufmerksam gemacht worden seien und mich nun bitten, meinen Namen zu bestätigen und dessen Echtheit nachzuweisen oder aber, den Namen in den richtigen Namen, unter dem mich meine Freunde kennen, zu ändern. Ahhhja. Ich war versucht, Facebook zu schreiben, dass ich durchaus ab und an als Bleu de Qu bekannt und gewillt sei, dies hier und jetzt unter Beweis zu stellen. Ich ließ dann doch von der Idee ab, änderte die geliebte Bleu de Qu in einen anderen, gängigen Namen, den Facebook bis jetzt brav akzeptiert hat.

Mittagspause. Vor wenigen Minuten erhielt dieser andere Account die erste Freundschaftsanfrage. Toll. Typische Sache: Völlig sinnbefreite Anfrage ohne jegliche Basis. Ergänzt durch eine persönliche Message. Früher hab ich mich auf die Fragen, die jetzt folgten und wie sie gestellt wurden, hin und wieder eingelassen nach dem Motto „Ich will nur ein bisschen spielen“, aber es war immer ermüdend und die Absender verstanden ausnahmslos überhaupt nicht, was ich mit meinen Antworten ausdrücken wollte:

Folgendes Fragenpaket wurde wortwörtlich innerhalb weniger Minuten abgefeuert:

1. Wie alt?
2. Verheiratet?
3. Kinder?
4. Woher?
5. Wo arbeitest du?
6. Was machst du in deiner Freizeit?
7. Interessiert an unverbindlichem Treffen?
8. Hä?

Ich antwortete:

1.Welche Bedeutung hat eine Antwort auf diese Frage?
Keine Reaktion, gleich die nächste Frage.
2. Welche Bedeutung hat eine Antwort auf die Frage?
Keine Reaktion, gleich die nächste Frage. Ich dachte nur: Ok, Du willst es so.
3. 5
Keine Reaktion, gleich die nächste Frage
4. Clausthal-Zellerfeld
Keine Reaktion, gleich die ….
5. Bei Hakle. Ich bin zuständig für die Wickelmaschine.
…. Richtig.
6. Ich belege gern Kurse. Zur Zeit „Kreatives Husten – ganz entspannt im Hier und Jetzt“, der Aufbaukurs ist „Meditatives Heiltrommeln – finde deine Mitte“, den beleg ich auch und dann werde ich Ausbilderin.
… Jo
7. Ja gerne. Ich bring meine Kinder mit. Die gehen so gern zu McDonalds in die Spielecke.
… Mhm …
8.Was meinst du?

Das reichte. Funkstille. Hervorragend.

Ich komm wieder nachhause hier hin. Hier hatte ich bis jetzt nie eine Unterhaltung dieser … Güte und brauch das auch wirklich nicht. Wenn dieser Account derart abschreckt: Hurra!
Ich kann auch hier sparsam sein und mich auf Wichtiges im realen Leben konzentrieren.

I’m back.

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