Die Clownsnase

Mein Tag kann noch so beschissen gelaufen sein, mich kann noch so sehr jemand ärgern, aber wenn ich nachmittags vor einem Zebrastreifen halten muss und DAS erlebe, ist aller Ärger weg:

Eine Gruppe Kindergartenkinder überquert ihn. Langsam, ein Kind hinter dem anderen – wie eine Schar Gänseküken. Einige haben sich an den Händen gefasst, einige haben – jeden Autofahrer warnend – einen Arm ausgestreckt. Allesamt nicht älter als drei, vier Jahre, jedes eine Warnweste über dem Anorak, vorn ein Betreuer, hinten einer. Alle hochkonzentriert. Ein Kind schaut auf in meine Richtung, lächelt und winkt, zwei Kinder machen’s nach, lachen und machen Faxen.

Da das an genau dieser Stelle häufiger passiert: Ein Griff und ich hab sie aufgesetzt: Meine rote Clownsnase. Was für ein Gejohle. Ich fahre Grimassen schneidend ganz langsam über den Zebrastreifen, die Kinder stehen wartend da, kreischen vor Wonne.
Ich werf die Clownsnase aus dem Fenster einem Kind zu und fahr weiter.

Das sind Momente von der Sorte, die mich glücklich machen.

Das nächste Päckchen Clownsnasen ist bestellt.

 

 

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