Leichtsinn, Sorglosigkeit, Arroganz?

Ich hab über 20 Jahre einen Nebenjob neben meinem 9to5-Job gehabt. An ein, zwei Abenden der Woche – in den ersten Jahren durchaus auch mal öfter – in einem Telefondienst. Dort saß ich mit zwei Kollegen und wenn es ruhig – nichts los – war, ergaben sich oft gute Gespräche, vor allem mit erheblich älteren Kollegen, von denen ich viel profitierte.

An eins der Gespräche – gut zehn, fünfzehn Jahre her – kann ich mich noch sehr gut erinnern. Zwei jüngere Kollegen haten an dem Abend mit mir Dienst, beide frisch von der Uni. Nach der „heute“ ergab sich ein Gespräch über unsere Rente und wie wir uns unser Leben vorstellen, wenn wir mal aus dem Arbeitsleben ausscheiden.

Eine der jüngeren Kolleginnen sagte, während sie in einer aktuellen Ausgabe der „Elle“ blätterte: „Ist mir völlig egal was mal ist, wenn ich in Rente gehe. Ist mir schnuppe, wie hoch meine Rente sein wird. Ich lebe heute und will nicht sparen für eine unsichere Zukunft. Ich will meine Kohle heute ausgeben. Ich bin jung und hab jetzt Spaß und den lass ich mir jetzt was kosten. Wer weiß, ob ich überhaupt das Rentenalter erlebe“. Diese Ansicht vertrat sie Weiterlesen