Mo … und Alexa – Teil 1

Was sich hier heute Abend abgespielt hat, ist nun echt bühnenreif.

Alexa ist bei mir eingezogen. Ja. Alexa.

Echo… ach was: Alexa!

Ausgepackt – die Dame, eingestöpselt und die Dinge nahmen ihren Lauf.

Sogleich fing ein blauer Ring am Oberkörper der Lady langsam kreisend an zu leuchten, als wär’s die Enterprise kurz vor Warp 5. Heissa! Ab damit ins Arbeitszimmer aufs Bücherregal – direkt hinter mir – für den ersten Testlauf.

Lesebrille auf die Nase, die paarzeilige Bedienungsanleitung geschnappt und … Okeee, Alexa App soll ich installieren. Gesagt, getan. Mit dem Ding verbinden? Auch gut. Mist, wo ist mein WLAN-Passwort? Graue Zellen angeworfen 5XX37eSB3. Strike! Warum ich das nicht auf was Einfacheres geändert habe? Gute Frage, Danke, nächste Frage bitte.

Ok, so weit wären wir also schon mal. Und nun? Was? Wie? Das wars schon? Nicht möglich?!

Im Schreibtischstuhl umgedreht, das Ding ins Visier genommen und gebrüllt:

„Alexa: Mount Everest!“.
„Das gehört zu den Dingen, die ich nicht Weiterlesen

Momente

Auf meinem Facebookaccount gefunden:

04.01.2016

Es gibt so Momente …

… da ist man traurig. Nix läuft, wie man es will und man wünscht sich seufzend, noch mal Kind sein und unbeschwert und sorgenfrei in der Geborgenheit des elterlichen Zuhauses leben zu können.

Es gibt so Momente …

… wie gestern, in denen der fast neunzigjährige Vater abends, kurz vor zwölf – wenn man selbst eigentlich auf dem Weg ins Bett ist und gerade gähnend den Computer ausschalten will – zu seinem iPad greift, den Facebook-Messenger findet, ein paar Zeilen tippt und die Unterhaltung beschließt mit den Worten „Gute Nacht, meine Gute. Bussi.“

Diese Momente machen mich unendlich glücklich und dankbar.

Mo und … der Rüsselknecht

Peinlich.

Es war mir vor Jahren schon ein wenig peinlich, als ich mich das erste Mal mit dieser neuen Erfindung befasste. Peinlich, weil diese Neuentwicklung schon damals nichts anderem Rechnung trug, als der eigenen Faulheit. Meiner Faulheit. Faulheit? Ganich! Alles eine Sache des wohl überlegten Einsatzes von Lebenszeit. Jawohl!

Keine Frage, keine Diskussion: Für mich war diese Erfindung so wertvoll wie Glühbirne, Otto-Motor, Periodensystem, Aspirin, Buchdruck und Relativitätstheorie zusammen.

So Ende der 90iger war es, wenn ich mich recht entsinne, da kam sie auf den deutschen Markt. Ich las irgendwo darüber und riss die Augen auf. JA! JA! JA! Sooofocht zu mir! Ohne Umwege! Gehe nicht über Los! Ziehe nicht 4000 Mark ein! Sofort in die heimische Burg mit dir!

Nun, ich bin zwar manchmal nicht ganz Frau meiner Sinne – zugegeben: Trotz mancher geistiger Ausfälle und daraus folgenden Erwerbs von allerlei Dingen, von denen ich glaubte, ich könne ohne sie gewiss nicht leben, neige ich hie und da glücklicherweise dann doch dazu, meinen Verstand einzuschalten, mich erst einmal zu Weiterlesen

Glaubenssätze

Glaubenssätze sind Gedanken – entstanden durch Erziehung und/oder Erfahrungen -, die sich tief in unserem Innern befinden und über lange Phasen eines Lebens mit der Persönlichkeit verbunden sein können. Sie tauchen immer wieder im eigenen Denken und Handeln auf, haben dich geprägt und sind – sofern es negative Glaubenssätze sind – schwer wieder los zu werden.

Positive Glaubenssätze hingegen beflügeln regelrecht, sind die Basis für Erfolge auf allen Gebieten und sorgen für tiefe Zufriedenheit und Glücksempfindungen.

Beispiele:

Negative Glaubenssätze

  • Ich lerne das nie
  • Ich bin zu schwach, um … zu tun
  • Ich werde scheitern, wenn ich ein Risiko eingehe
  • Andere denken schlecht über mich, wenn ich das sage, was ich denke
  • Ich muss den Erwartungen aller entsprechen
  • Träumer sind Versager, den Realisten gehört die Welt

Positive Glaubenssätze

  • Ich erreiche alles, was ich will
  • Ich habe den Mut, Risiken einzugehen
  • Ich bin, wie ich bin und so wie ich bin, bin ich gut
  • Jeder Tag ist ein Geschenk – ich muss es nur auspacken
  • Ich kann meine Träume verwirklichen
  • Es steht mir zu, glücklich zu sein

Mein negativer Glaubenssatz

Es gibt einen Glaubenssatz, der mich mit voller Wucht in meiner Weiterlesen

Männerballett und Akkuschrauber

Heute morgen mim Dicken zu Mr. Wash.

Erst vor ca. einen Jahr hatte ich die Waschanlage in Wiesbaden entdeckt und festgestellt, dass ich jahrelang dumm war. Sehr dumm. Geradezu dämlich:

Bis dahin hatte ich immer schön brav selbst das Auto innen sauber gemacht und öfters – nun ja … maximal zwei, drei Mal im Jahr – in des Samstags frühen Stunden kopfüber im Reich der Fußmatten den Saugrüssel bemüht, die Scheiben gewienert und das Cockpit zum Glänzen gebracht. Das Ergebnis: Jedes Mal vorzeigbar, aber bei genauer Betrachtung ein Beweis mittelschwerer und fataler Lustlosigkeit.

Nun also Mr. Wash.

Wie bei meinem ersten Besuch, so auch heute grenzenlose Begeisterung. Heute allerdings gepaart mit einem kleinen Schreck, denn die Waschanlage – das eigentlich nur auf Schmutz hungrige Biest – verging sich hinterhältig am Dicken.

Ich also rein da. Bei der Vorwäsche tanzten drei Männer bewaffnet mit Schrubbern um mein Gefährt herum und nahmen sich Scheinwerfer, Reifen und Felgen vor. Auf dem Band dann den Rest geschrubbt und trockengeblasen die ganze Herrlichkeit.

Dann rauf aufs Band für die Innenreinigung. Meine Fahrertür wurde geöffnet und … eine männliche Hand streckte sich mir freundlich entgegen, um mir beim Aussteigen … Wie bitte? ZU HELFEN?! Ich bedankte mich und schlich missmutig zum Weg derer, die auf ihr Auto warten.

Zu helfen … ich weiß ja nicht … mir ist nicht mehr zu helfen!

Fünf Männer, die ihre Wagen auf dem sich langsam bewegenden Band mit Argusaugen verfolgten. Mein Blick hingegen lenkte sich nicht aufs Auto, sondern konzentrierte sich wieder ganz auf vier Männerpopos, die zunächst in den Tiefen des Dicken verschwanden und acht Hände, die sich danach um die Scheiben und’s restliche Drumrum bemühten.

Hätte der fleißige Helfer links auf dem Foto nicht da gestanden, wo er stand, hätte ich das Übel, mit dem ich mich konfrontiert sah, als der Wagen fertig war, schon bemerkt.

Der Besitzer der helfenden Hand, die Weiterlesen